PROGRAMM

ABLAUF DER SAIL

01.-06.08.2021 (So-Fr)

Zentrales Treffen in der DJH Jugendherberge Duisburg Sportpark
17:00-19:00Uhr Einchecken und Ankommen
18:00-19:30Uhr Abendessen
20:00 Begrüßung, Zuweisung von kleinen Mini Projekten, Bekanntgabe der Einteilung auf die Schiffe
Frühstück in der Jugendherberge
Abfahrt nach Harlingen mit Bustransfer
Einchecken auf die Schiffe und „Leinen los“
Erstes Frühstück auf dem Schiff
Zusammentreffen aller Schiffe am Abend
Segeln über das offene Meer
Letzter kompletter Segeltag
Zusammentreffen aller Schiffe
Gemeinsame Abschlussparty mit Vorstellung der Projektergebnisse
Letztes Frühstück auf dem Schiff
Rückfahrt nach Harlingen
Abreise mit Bustransfer zurück nach Duisburg
Bis 18Uhr Ankunft Duisburg Hbf

Einfach mitsegeln - ohne Vorkenntnisse und mit viel Teamwork

Segelkenntnisse sind nicht notwendig. Ihr erhaltet an Bord eine Einweisung von der Crew. Selbstverständlich besteht der Aufenthalt an Bord nicht nur aus Segeln, sondern auch das ganze „Drumherum“, wie die Zeit an Land, darf nicht zu kurz kommen.

DAS MACHT DIE SAIL AUS

An Bord der Schiffe steht an erster Stelle Teamwork im Vordergrund. Zwar kommt jedes Schiff mit einem Kapitän und ein bis zwei Matrosen, jedoch brauchen diese die Mithilfe von vielen motivierten Seeleuten, die alle an einem Strang ziehen müssen, um die Segel zu setzen und den nächsten Hafen ansteuern zu können.
Während der Tage an Bord werden die Mahlzeiten mit Hilfe der gelieferten Lebensmittel und bereitgestellter Rezepte in Eigenregie zubereitet. Ein Teil der Verpflegung muss zudem selbst eingekauft werden. Schnell merkt man auch in der Kombüse, dass die Arbeit in der Gruppe nicht nur einfacher von der Hand geht, sondern zusammen auch ein Vielfaches an Spaß bereitet. Auf jedem Schiff gibt es zudem Personen mit festgelegten Aufgaben (z.B. Kontaktperson, Finanzen, Einkäufe, …) welche diese selbständig erfüllen.
Auf dem Segelschiff wird tagsüber auf dem Meer häufig kein oder nur schlechter Handyempfang sein. Gepaart mit der Tatsache, dass die Crew bei den Manövern regelmäßig Mithilfe braucht und so keine Langeweile aufkommt, lässt dies das Smartphone bei den meisten schnell in Vergessenheit geraten. Egal ob beim Segel setzen, – reffen, wenden oder halsen, der Bedienung der Seitenschwerter oder auch selbst am Steuer des Schiffes – es gibt den ganzen Tag neue, spannende und fordernde Aufgaben zu erledigen. So lernen alle spielerisch die Basics des Segelns und sogar darüber hinaus noch eine Menge über Navigation und Wettersysteme. Sobald wir einen Hafen erreicht haben, ist dann der Handyempfang selbstverständlich wieder vorhanden.
Obwohl alle mit Segelschiffen unterwegs sind, welche nicht selten schon ein Jahrhundert oder mehr auf den Weltmeeren verbracht haben, ist nicht alles an Bord historisch. Jedes unserer Schiffe verfügt über große Trinkwassertanks und ausreichend sanitäre Einrichtungen (sowohl Toiletten als auch Duschen), sowie eine Stromversorgung. Auch die Kombüsen sind mehr als gut ausgestattet.
Selbstverständlich ist man bei einer Fahrt mit einem Segelschiff aber nicht nur an Bord. Jeden Tag werden andere Ziele angesteuert, die je nach Wind- und Wetterlage und nach Rücksprache mit dem Kapitän angelaufen werden können. Dort gibt es dann eine Vielzahl von möglichen Aktivitäten. Egal, ob eine Fahrradtour mit vor Ort geliehenen Rädern, eine Wanderung, ein Museumsbesuch oder eine Wattwanderung, es ist für jeden etwas dabei. Mit den Plattbodenschiffen im niederländischen Wattenmeer ist es zudem auch möglich, sich bei Ebbe trockenfallen zu lassen, d.h. das Schiff steht dann für mehrere Stunden im Watt und Ihr könnt das Watt von dort aus erkunden und warten, bis die Flut zurückkommt. Dazu kommen unsere fest eingeplanten Zusammentreffen am Dienstag und Donnerstag.
Bei einer Fahrt an Bord eines Segelschiffes erlebt Ihr, wie es sich anfühlt, sich vollkommen klimaneutral nur mit der Kraft des Windes fortzubewegen und auf den Spuren von Christoph Kolumbus das Gefühl eines echten Seemannes zu empfinden. Interessante Aufgaben dazu geben euch zudem die Möglichkeit sich mit einzelnen Themen grundlegender zu beschäftigen.

THEMEN

Eigenes Reiseverhalten reflektieren.
Was macht Urlaub wirklich aus?
Klimawandel und die Niederlande ->
Was passiert da?
Wassersysteme in den Niederlanden -> "Warum saufen die nicht ab?"

DIE REEDEREI

„…unsere Skipper kennen die verschiedenen Segelreviere seit Jahren und teilen mit Ihnen gerne die Geheimnisse der schönsten Buchten. Auch bei Fragen nach den besten Kneipen und Restaurants in den Hafenstädten können unsere Skipper ihre Erfahrung mit Ihnen teilen. Nach dem Kennenlernen und der Einweisung wird je nach Tageszeit abgelegt oder der Abend bei gemütlichem Beisammensein beendet. Jeden Abend wird (je nach Route) in einer Hafenstadt angelegt, welche Sie ebenso besichtigen können. Nach einer ruhigen Nacht im Hafen werden am nächsten Morgen nach dem Frühstück die Segel gesetzt und Ihr Segelschiff macht sich auf den Weg zum neu gesetzten Tagesziel.“

Beispieltour

Ankunft in Harlingen, danach Begrüßung und Einweisung in das Schiff. Nachdem Sie Ihr Gepäck an Bord gebracht haben, geht die Fahrt los Richtung Makkum. Die Fahrt dauert ca. 2 Stunden und ist abhängig von Wind- und Wetter sowie den Schleusenzeiten. In diesem nördlichsten Hafenstädtchen am Ijsselmeer gab es von jeher eine wichtige Fayanceindustrie. Die Makkummer Fayancen sind weltberühmt und eine Besichtigung der Fabriken lohnt sich. Am Rathaus von Makkum stehen die so genannten „Lügnerbänke“, hier wurden alle Angelegenheiten des Tages besprochen. Abends laden zum Verweilen, Essen und Trinken gemütliche Kneipen und Restaurants ein.
Nach dem Frühstück heißt es wieder Leinen los. Die Fahrt führt Sie zur Insel Vlieland. Vlieland ist mit rund elfhundert Einwohnern eine der kleineren Inseln und bietet vor allem Ruhe und Naturschönheiten. Man kann nach der Ankunft auf der Insel eigentlich am besten zuerst dem „Noordwester“ auf der „Dorpsstraat“ gegenüber dem Gemeindehaus einen Besuch abstatten. Das ist ein Informationszentrum, das von Anke Bruin und einigen freiwilligen Helfern geführt wird, die Ihnen gern alles über die Geschichte der Insel, die Natur und die verschiedenen Sehenswürdigkeiten und Veranstaltungen erzählen. Im „Noordwester“ wurde außerdem auf dem Dachboden eine Ausstellung der verschiedensten Gegenstände, die oft bei stürmischem Nordwestwind auf der Insel angespült werden, eingerichtet.
Heute führt sie die Fahrt über das Wattenmeer zur Insel Texel. Mit ein wenig Glück gleitet das Schiff mit an- oder ablaufendem Wasser an Sandbänken vorbei, auf denen sich Seehunde und Robben tummeln. Oder Sie ankern an ruhigen Plätzen. Die Insel Texel bietet einen ca. 30 km langen Sandstrand, den Sie gerne erkunden können. Oder wie wäre es mit einem Lagerfeuer am Strand?
Das Schiff nimmt heute Kurs auf „Den Helder“. Den Helder hatte seit jeher eine starke strategische Bedeutung und hat heute noch einen großen Marinehafen. Die stark befestigte Stadt bot mit ihren vielen Kanonen feindlichen Schiffen, die es auf die reiche Stadt am Ijsselmeer abgesehen hatte, einen äußerst wehrhaften Eindruck. Daher stammt auch der Name „Den Helder“, der sich von Den Helsdeur ableitet – übersetzt bedeutet das: zum Höllentor.
Nach einem letzten schönen Segeltag auf dem Ijsselmeer segelt das Schiff wieder zurück nach Harlingen. Die Rückfahrt dauert ca. 3-4 Stunden und Ihr Abenteuer „Segeln in Holland“ neigt sich dem Ende zu.